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Aquarium Computer - Teil 2

Meine ersten Überlegungen für einen Eigenbau Aquarium Computer sind folgende:
Was benötige ich überhaupt und was darf das System maximal kosten? (Arbeitszeit nicht eingerechnet!) Ich habe mir daher eine Liste von Anforderungen überlegt, die das System erfüllen sollte:

Requirements

  • Zeitsteuerung für die Beleuchtung (kein Dimmer, Keine LED Ansteuerung)
  • Messung der Temperatur
  • Steuerung des Heizstabes (optional)
  • Messung des pH-Wertes (optional)
  • Messung anderer chemisch/physikalischer Werte (optional)
  • Anzeige der Werte auf einem Display
  • Einstellmöglichkeit über Tasten
  • Einfacher Aufbau, damit es auch von anderen nachgebaut werden kann
  • Die Kosten sollten sich bis maximal 40€ belaufen

Mein 240L Aquarium betreibe ich derzeit mit sehr einfachen Mitteln.
Die Temperatur messe ich über ein Thermometer, das an der Beckenaußenwand klebt. Die Beleuchtung wird über eine ganz einfache Zeitschaltuhr realisiert. Den pH-Wert erfasse ich gar nicht. Der Heizstab schaltet sich gegebenenfalls selbst ein.

Auswahl der Hardware Module

Mit dem Gedanken einer etwas komfortableren Steuerung und Überwachung des Beckens spiele ich schon länger. Ich habe mir auch schon überlegt, das Projekt mit Hilfe eines Raspberry Pi umzusetzen, aber ich kam zu dem Schuß, dass diese Lösung überfeatured wäre. Außerdem ließen sich damit die maximalen Kosten nicht einhalten und der Nachbau wäre wohl zu kompliziert.

Als günstigere Alternative ist mir der Arduino in den Sinn gekommen. Er bietet bereits einige Schnittstellen, es gibt Unmengen von Bibliotheken auf die man zurückgreifen kann und es gibt viele Möglichkeiten ihn durch Hardware zu erweitern. Da ich von anderen Projekten noch ein paar Stück Arduino Nanos herumliegen hatte, machte ich mich erst einmal auf die Suche nach passender Hardware. Den Arduino Nano Nachbau bekommt man bereits für wenige Euro auf Amazon oder Ebay.

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Da der Arduino keine Real Time Clock (RTC) besitzt, eine Uhrzeit für das Projekt aber unentbehrlich ist, suchte ich nach adäquater Hardware. Die Auswahl viel auf das RTC DS1307 I2C Modul. Es besitzt einen DS1307 Chip (RTC), der von einer CR2032 Batterie versorgt wird, damit die Uhr auch im stromlosen Zustand weiter läuft. Zusätzlich ist auf dem Modul noch ein AT24C32 EEPROM, indem man Daten ablegen kann. Module findet man wie auch die Arduinos auf Amazon oder ebay.

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Um die Temperatur messen zu können, benötigt man einen Sensor. Man könnte zwar den Aufwand betreiben, die Wassertemperatur über eine PTC oder NTC Schaltung analog zu messen, weil der Arduino auch 8 ADCs besitzt, jedoch wäre das mit erheblichen Kalibrierungsaufwand verbunden. Der einfachere Weg ist es, einen digitalen Sensor zu verwenden, der bereits die gemessene Temperatur als Wert liefert. Die ehemalige Firma Dallas Semiconductor (jetzt ein Teil von Maxim Integrated) hilft uns hier ebenso, wie bei der RTC, mit einem geeigneten Chip aus der Patsche. Den DS18B20 Sensor gibt es entweder nackt in einem TO92 Gehäuse oder gleich wasserdicht verpackt in einer Metallröhre mit einem Meter Anschlussleitung. Ebenfalls zu finden auf Amazon oder ebay.

 

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Mit dem Sensor kommuniziert man über das sogenannte One-Wire-Protokol, das lediglich einen Pin des Microcontrollers benötigt. Die Beschaltung ist ebenfalls sehr simpel. Es reicht ein einzelner 4,7K Pullup-Widerstand. die anderen 2 Pins gehen einfach auf GND und +5V des Arduino Boards.

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Für die Schaltung der Beleuchtung und des Heizstabes gibt es auch eine recht einfache Lösung, nämlich Funksteckdosen. Bevor ich auf diese Idee kam, habe ich oft nachgedacht, wie ich am besten die Relais in meine Schaltung integrieren sollte. Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt, eine Steckdosenleiste zu modifizieren. Doch auf eine einfach umsetzbare Lösung bin ich nie gekommen. In einem Forum habe ich dann zufällig etwas von Funkmodulen gelesen, die sich für Microcontroller verwenden lassen, um unter anderen auch Funksteckdosen anzusteuern. Die Teile werden im Fünferpack um 3-4€ auf ebay verkauft. Am besten sucht man nach " 433Mhz RF transmitter", dann bekommt man ca. 200 Angebote. Eigentlich benötigt man nur den Sendeteil, das Teil in der Abbildung mit den 3 Anschlüssen und dem Knopfbatterie ähnlichen Teil. Aber diese gibt es scheinbar nicht einzel zu kaufen. Der Sender benötigt ebenfalls nur einen Digi-Pin des Arduinos.

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Um die eingelesenen Daten und Schaltzustände auch ordentlich zu visualisieren, soll der Arduino mit einem kleinen Display versehen werden.
Sehr günstige Displays gibt es ebenfalls wieder auf ebay zu erwerben. Ein sehr bekannter Display Controller ist der ST7735S, mit dem sehr viele dieser mini TFT-Displays angesteuert werden. Meine Auswahl viel auf ein 128x160 Pixel großes Modul, das für meine Zwecke ausreichend ist.

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Außer einem pH-Wert Sensor und den Tasten für die Bedienung wären somit alle HW-Module ausgewählt. Macht man eine kurze Hochrechnung dann errechnen sich folgende Kosten:

Arduino Nano ca. €2,50
RTC Modul ca. €1,00
Temperatur Sensor ca. €3,00
Funksender ca. €1,00
Display ca. €4,00
SUMME
€11,50

Ein paar Tasten werden den Preis nicht in wesentlich die Höhe treiben, wohl aber die Elektrode zum Messen des pH-Wertes. Ich muss noch etwas recherchieren, wo man diese am besten her bekommt. Und wenn sie zu teuer wird, lasse ich sie bei meinem Aquarium einfach weg.

 

xlink c64/c128

Ein sehr interessantes und zugleich praktisches Projekt hat Henning Bekel umgesetzt. Xlink erlaubt einem Benutzer, Daten von einem Host-System auf einen C64 oder einen C128 zu senden bzw. Daten von dort auszulesen. Gleichzeitig lässt sich das Remote-System auch fernsteuern.

Unterstützt wird folgende Hardware:

  1. ein eigens dafür entwickelter USB Adapter 
  2. ein einfaches paralleles Kabel

Um den Datentransfer zu ermöglichen muss auf dem Remote-System entweder ein gepatchter Kernal laufen oder temporär ein Server gestartet werden.

Auf der Host-System Seite kann man Befehle entweder über die command-line eingeben oder man erstellt seine eigenen Anwendungen via xlink Bibliothek.

Die Projektseite ist sehr, sehr gut dokumentiert und man findet auch viele Anregungen, wie man xlink praktisch einsetzen kann. Henning hat seinen Quellcode auf Github https://github.com/hbekel/xlink zur Verfügung gestellt.

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Aquarium Computer

Eigentlich ist es schon eine Unart, was man für ein gutes Aquarium bezahlen muss. Und sobald man sich dann eines zugelegt hat, geht der Spaß erst so richtig los. Da gibt es spezielle Filter, Reflektoren für die Beleuchtung und diverse Sensoren, die den Zustand des Wassers des Aquariums erfassen. Möchte man sich eine professionelle Überwachung für sein Becken zulegen, so ist man schnell einige hundert Euros los. Daher habe ich mich entschlossen, selber einen Aquarium Computer zu basteln. Dieser soll all meine Zwecke erfüllen und nicht zuviel kosten.

Über den Verlauf werdet ihr natürlich informiert werden. Den Quellcode werde ich auf GitHub veröffentlichen.

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