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Fake Chips - ATmega328P-AU

Chips aus China sind ja meistens relativ günstig zu kaufen, aber man bekommt gelegentlich auch welche die gar keine sind, sog. Fake-Chips. Auch ich musste neulich wieder einmal Lehrgeld bezahlen. Eine Bestellung von 10 Stück ATmega328P-AU aus Fernost entpuppte sich als Fake. Nachdem ich den dritten Chip dieser Bestellung auf eine Platine gelötet habe und dieser sich wieder nicht programmieren ließ, habe ich schlussendlich aufgegeben und dem Verkäufer geschrieben, dass seine Chips für die Tonne sind. 

Es lies mir aber keine Ruhe und habe etwas gegoogelt. Eine Seite, die sich genauer mit dem Problem beschäftigt hat, ist folgende: https://www.sparkfun.com/news/364

Hier mal ein paar Fotos von meinen Chips. Leider habe ich weder starke Säuren noch Röntgengerät, um den Die freizulegen, deshalb habe nur ein paar Bilder mit meine USB Mikroskop gemacht.

 

Fake Chip von oben und unten:

Die Beinchen glänzen im Vergleich zum einem echten Chip viel stärker. Beim Original sind sie eher matt.

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Nun echte ATmega Chips von oben und unten:

Die eingravierte Schriftart ist eine andere. Man beachte die unterschiedlichen Date Codes.

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Bei den echten, noch nicht eingelöteten Chips, sind die Beinchen matt, nicht glänzend.

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Ein kleiner Tip am Ende: Wenn man Elektronik aus Fernost einkauft, dann hilft es manchmal, die Bewertungen des Verkäufers genauer durchzulesen. Hat man einmal Fake-Ware bekommen, dann hilft es auch den Verkäufer direkt anzuschreiben. Hilft das alles nichts, dann kann man zumindest noch eine negative Bewertung abgeben, als Warnung für zukünftige Käufer.

Commodore 64 Netzteil Mod

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Das alte Commodore 64 Netzteil - oft auch als Türkeil oder Elefantenfuß bezeichnet - ist für seine Ausfälle bekannt. Es passiert nicht selten, dass dabei ein C64 wegen Überspannung gegrillt wird. Die Ursache liegt meist an dem verwendeten 7805 Linearregler, dessen Lebenserwartung nach über 30 Jahren einfach überschritten wurde. Manchmal ist aber auch eine der Gleichrichterdioden am Ausfall des Netzteils schuld. Auch die Anhebung der Netzspannung Ende der 1980er / Anfang 1990er Jahre auf 230V~ statt der vorher üblichen 220V~ ist wohl mitschuld am Sterben der Netzteile. In diesem Beitrag soll erklärt werden, wie man den 7805 Linearregler durch einen DC-DC Wandler ersetzt.

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Es gibt verschiedene Bauweisen des Türkeils. Bisher habe ich eine Schaltung wie die oben abgebildete gesehen, aber auch eine Variante ohne den Spannungsteiler RK1 / RK2. Bei der Variante mit Spannungsteiler werden etwas mehr als 5V (ca. 5,2V) erzeugt, weil der Ausgang des Linearreglers nur die Spannung an RK1 misst. Außerdem gibt es Varianten mit vier einzelnen Dioden als Gleichrichter oder als Gleichrichter selbst. Die Analyse der Schaltung ist aber relativ einfach durchzuführen.

Um nun an die Elektronik des Netzteils zu gelangen, muss man vorsichtig versuchen mit Cuttermesser und Schraubenzieher den Bodendeckel abzubekommen. Im Inneren befindet sich ein Steg, der den Deckel noch zusätzlich befestigt. Dieser hält meistens Bombenfest. Achtung, bitte passt auf eure Hände auf! Verletzungsgefahr!!!

Das Ergebnis schaut das in etwa so aus:

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Im Inneren sieht man den Anschluss der Primärseite des Trafos, geschützt durch eine T160mA Sicherung. Die Anschlüsse für die 9V~ auf der 1. Sekundärseite, führen gleich weiter zum Netzstecker des C64. Die Anschlüsse der 2. Sekundärseite laufen zur Platine auf der sich die Gleichspannungsregelung befindet. Der Linearregler befindet sich in der Vergussmasse, nur mehr die drei Anschlüsse sind mit der Platine verbunden. 

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Zum Entfernen der Platine, lötet man die zwei Verbindungen vom Trafo und die zwei zum Netzanschluss des C64 einfach mal ab. Danach knipst man die Beinchen des 7805 ab, dieser wird nicht mehr benötigt, da er ja ersetzt werden soll.

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Auf dieser Platine befindet sich ein großer Elko zum Glätten und ein Gleichrichter (oder 4 Dioden) zum Gleichgerichteten der Wechselspannung. Nun erfolgt die Vorbereitung zum Einbau des DC-DC Wandlers. Ich habe für meinen Umbau einen Mini MP1584EN DC-DC BUCK Adjustable Step Down Module um rund 1 US$ auf ebay.com bestellt. Die Ausgangsspannung lässt sich über ein Potentiometer einstellen.

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Das Potentiometer habe ich durch einen passenden Widerstand von etwa 42 kOhm ersetzt, weil das es bei schlechtem Kontakt sonst wieder zu gefährlicher Überspannung kommen könnte.

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Auch die Verbindungsdrähte habe ich an den DC-DC Wandler gelötet, damit man das Ding dann an die Netzteilplatine anschließen kann. Die Schaltung sieht in etwas so aus:

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Dem 7805 wurde ja, wie oben beschrieben, die Beine abgezwickt. Dafür nimmt nun der DC-DC Wandler seinen Platz ein. Zu guter Letzt habe ich den Wandler in einen großen Schrumpfschlauch verpackt und mit einem Kabelbinder auf den Elko geschnallt. Nach dem Einbau sollte man noch die Spannung überprüfen, um zu kontrollieren ob alles richtig arbeitet und die 5 - 5,1V am Netzstecker des C64 anliegen. Wenn das passt kann man den C64 damit in Betrieb nehmen.

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